!SING

!SING – DAY OF SONG 

Erfahren Sie, wo !SING – DAY OF SONG seinen Ursprung hat, was dahinter steckt und welche Emotionen beim gemeinsamen Singen ausgelöst werden.+

 

 Die Idee

Erklärtes Ziel jedes !SING – DAY OF SONG ist das gemeinsame Singen. Es geht weniger um die solistische Präsentation eines Gesangprogramms, als die Möglichkeit, dass alle einstimmen und mitsingen können. So soll die Emotion und die positive Energie, die beim gemeinsamen Singen entsteht, freigesetzt werden. Singt man in der Gemeinschaft, ist man nicht alleine. Singen alle gleichzeitig, fühlt man sich nicht bloßgestellt und die Hemmschwelle, mit einzustimmen, ist absolut niedrig bis nicht vorhanden.

Diese Idee verfolgen alle beim !SING – DAY OF SONG, sowohl kleine Ensembles wie auch geübte Chöre und Kooperationspartner wie Theater und Opernhäuser. Denn auch diese Vielfalt gehört zum Konzept. Konzerte von Philharmonischen Chören, Spitzenensembles und international renommierten Konzertchören sind ebenso Teil wie die kleiner Chöre, traditioneller Männergesangvereine oder spontan gebildeter Projektchöre. Gemeinsames Singen ist nicht altmodisch und angestaubt, sondern aktueller denn je.

Dabei leistet !SING – DAY OF SONG durch die einmalige Vernetzung von musiktragenden Institutionen und starken Kooperationspartnern einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung.

Vielfalt, innovative Ideen, neue Verbindungen, emotionale Begegnungen und reine Freude am Singen: Das alles ist !SING – DAY OF SONG. Und mit jeder Gruppe, die sich anmeldet, und Jedem, der in den Gesang einstimmt, wird diese Vielfalt größer.

 

!SING – DAY OF SONG 2014

Am 27. September 2014 wird in der gesamten Metropole Ruhr der dritte !SING – DAY OF SONG gefeiert. Von Jugendgruppen über Bergmannschöre bis hin zum spontanen Chor sind hunderte Gruppen und Chöre dabei und verwandeln die rund 4.500 Quadratkilometer in das größte singende Konzerthaus Europas. Ein drittes Mal nach 2012 und dem Auftakt in 2010 werden tausende Menschen mit einstimmen und Lieder aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft singen.
!SING – DAY OF SONG ist interkommunal und interdisziplinär, sowie multikulturell und integrativ – und leistet somit einen wichtigen Aspekt für die kulturelle Bildung der Gesellschaft; insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Mit künstlerisch hochwertigen Konzepten und Kooperationspartnern ist das Projekt ein wichtiger Bestandteil des Kulturangebots der Metropole Ruhr.

2014 steht „Jugend und Gesang“ im Fokus, und allen Jugendlichen und Junggebliebenen gehören die Bühnen des Gesangfestival Ruhr.

 

!SING – DAY OF SONG 2012

„Verbindung durch Gesang“ lautete das Motto für !SING – DAY OF SONG 2012, der Menschen, Orte, Kulturen und Generationen wieder miteinander verbunden hat. Gesang vermittelte als universelle Sprache zwischen Jung und Alt, zwischen kirchlich und weltlich und baute Brücken zwischen den vielen Kulturen und Mentalitäten in der spannenden Metropolregion an der Ruhr. In allen 53 Städten des Ruhrgebiets wurde von 1.500 angemeldeten Gruppen mit rund 51.000 Sängerinnen und Sängern gesungen, renommierte Kooperationspartner brachten sich ein, Theater, Bühnen und Veranstaltungshäuser steuerten ihren Beitrag für !SING – DAY OF SONG bei, und von Dortmund bis zum Niederrhein wurde nach kuriosen Orten für außergewöhnliche Gesangseinlagen gefahndet.

Der Gesang bringt sie zusammen: Die größte deutsche Metropolenregion singt flächendeckend
„Dieses Gefühl von Gemeinschaft habe ich noch nirgendwo anders so stark verspürt“, schreibt der 18-jährige Tenor Christian Riedel aus Recklinghausen. „Es war eine Ehre für mich, meine Stadt vertreten zu können und dabei den Metropolenchor zu unterstützen, doch was ich für meinen Einsatz wieder zurück bekommen habe, hat viel größeren Wert, als der, den ich gegeben habe.“
Die Neuauflage von !SING – DAY OF SONG schlägt Wellen. Das erste Juniwochenende hat gezeigt, was es bewirken kann, wenn sich Kommunen, Institutionen und Menschen aller Altersgruppen langfristig für etwas Gemeinsames begeistern und gleichzeitig alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, teilzuhaben, mitzumachen und eine gemeinsame Idee zu ihrer eigenen werden lassen.
„Das war nicht nur ein Chorereignis, sondern ein Gemeinschaftserlebnis, als alle Passanten so voller Begeisterung spontan mitgesungen haben“, resümiert Lambert Lütkenhorst, Bürgermeister der Stadt Dorsten.

Die Neuauflage 2012 mit dem Schwerpunktthema „Singen mit Kindern“ hat eine weitere Durchdringung der Generationen bewirkt und ebenso viele Kulturen mit einander verbunden.
„Es war eine wahre Freude, in hunderte strahlende Kinderaugen zu sehen“, berichtet Beate Remy, Erzieherin der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Bergkamen. „Türkische, deutsche, vietnamesische und polnische Kinder ohne Hemmungen und voller Herzblut zusammen. Da fallen alle Sprachbarrieren, beim Singen einfacher als beim Sprechen.“ Und Elisabeth Kohl, Lehrerin aus Xanten, ergänzt: „Ohne Singen ist das Leben trostlos. Ich wünsche den Schülern eine schöne Zukunft, sie sollen ein Beispiel sein in dieser Welt. Die Musik braucht die Jugendlichen.“

„Die Strahlkraft nach Innen und nach Außen ist enorm“, erklärt Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, Trägerin der Neuauflage. „Erst waren wir von der Verdopplung der Zuschauerzahlen überwältigt, nun sind wir bewegt von den vielen Briefen und Nachfragen, ob und wann !SING – DAY OF SONG weitergeführt wird.“ Die Ruhr Tourismus GmbH bedankt sich bei 50.914 Sängerinnen und Sängern aus 101 Städten, die sich für das Gesangfestival Ruhr engagiert und viele tausend Menschen für den Gesang begeistert haben.


!SING – DAY OF SONG 2010

Die erste Auflage von !SING – DAY OF SONG war ein begeisterndes Gesangsprojekt im Kulturhauptstadtjahr 2010. An vier Tagen wurde in 49 Städten der Metropole Ruhr gesungen, mehr als 25.000 Sängerinnen und Sängern aus über 760 Gesangsensembles berührten die Gäste aus nah und fern mit ihrem Gesang. Mit großer Leidenschaft wurde der !SING-Virus verbreitet und sorgte bei über 600 Auftritten für großen Beifall. Über eine Million Menschen vernahmen am 5. Juni 2010 mit großer Spannung das landesweite Radiosignal, das zum Mitsing-Impuls für alle singbegeisterten Menschen wurde, ob auf Marktplätzen, auf Schiffen, bei der Arbeit, im Auto oder im Krankenhaus. Alleine oder in der Gemeinschaft. Zwei Lieder wurden nacheinander um 12.10 Uhr angestimmt: Das alte Steigerlied „Glück Auf“ und die neue Hymne der Kulturmetropole: „Komm zur Ruhr“ von Herbert Grönemeyer. Gänsehaut-Feeling! Wir-Gefühl!

Bereits lange vor der Kulturhauptstadt 2010 wurde damit begonnen, ein Netzwerk zwischen renommierten Partnern zu knüpfen und das Thema „Gesang“ mit modernem Zeitgeist zu beleben. Eytan Pessen, heute Operndirektor der Semper-Oper in Dresden und künstlerischer Berater der Kulturhauptstadt, begeisterte 2008 Steven Sloane, künstlerischer Direktor der Kulturhauptstadt, für die Idee, ein Konzert mit Zuschauern durchzuführen. Sloane selber brachte den Wunsch ein, „ein Projekt mit der menschlichen Stimme zu machen.“ So wurde nach einer Machbarkeitsstudie 2008 zunächst die Idee für das große Gesangfestival verdichtet und in der Folge darauf die relevanten interkommunalen Netzwerke aktiviert. Den Auftrag für beide Prozesse und die Projektleitung des Großprojektes bekam Benedikte Baumann: „Das Ausrufezeichen vor dem Projektnamen „!SING“ steht gleichzeitig für den Drang und den Appell zum Singen, der von Anfang an künstlerisch und partizipativ so gedacht wurde.“
Die langfristige Arbeit aller beteiligten Partner trägt Früchte. „Jeder konnte mit seiner Stimme einen Beitrag zu dem schönen Klangerlebnis leisten, bei dem Sprachbarrieren und Altersunterschiede, verschiedene Nationalitäten und unterschiedliche Kulturen keine Rolle spielen“, so Manfred Bruzek, ein Sänger aus Gevelsberg.

!SING - DAY OF SONG 27. SEP 2014