!SING

Hinter den Kulissen

Hier stellen wir Ihnen Menschen vor, die mit ihrer Leidenschaft und ihrer Kompetenz dazu beitragen, dass !SING – DAY OF SONG und das gemeinsame Singen am 2. Juni 2012 möglich wird. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich Profis und Amateure, weltliche und kirchliche Chöre, Projekt- und Opernchöre, Kinder und Erwachsene gemeinsam verabreden, die Metropole Ruhr zu einem riesen Resonanzkörper zu erwecken.

Nach dem Auftaktinterview „Singen mit Kindern“ mit Werner Schepp, Professor für Singen mit Kindern an der Folkwang Universität der Künste, und "Singen ohne Noten - CHORkreativ" von Bernhard van Almsick von der Landesmusikakademie NRW hier nun das Interview mit Anthony Heidweiller, künstlerischer Berater von !SING - DAY OF SONG.

 

Anthony Heidweiller Sing-Säulen-Erfinder Anthony Heidweiller ist  Gründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Yo-Opera Festivals in Utrecht und zum zweiten Mal als künstlerischer Berater bei !SING – DAY OF SONG. Der Preisträger des Prinz Bernhard Kulturfonds hat in den Niederlanden mit jungen revolutionären Opernkonzepten in Amsterdam und Rotterdam für frischen Wind in der Opernlandschaft gesorgt. 2012 entwickelt er gemeinsam mit dem Chorleiter des Musiktheaters im Revier, Christian Jeub, ein Sonnenuntergangskonzert im Gasometer Oberhausen. Termine 1. und 2. Juni 2012 um 22 Uhr.
 

Anthony Heidweiller, Sie sind künstlerischer Leiter des Sonnenuntergangskonzertes. Mit welcher Idee gestalten Sie den Auftakt zu !SING – DAY OF SONG?
Ich möchte mit dem Konzert eine Vorstellung von der Kraft der Musik entwickeln. Ausgangspunkt ist die Frage: Was bedeutet für uns Singen? Das ist auch eine zentrale Frage von !SING – DAY OF SONG. Wir leben in einer Zeit, in der jeder mit unglaublichem Stolz sagen kann: ICH KANN NICHTSINGEN! Das ist so furchtbar! …so schlimm! Und dann wird entschuldigend erklärt: „Sie haben mir gesagt, dass ich keine gute Stimme habe!“…aber wer sagt denn so etwas? Singen ist für jeden einzelnen Menschen so wichtig und das wird deshalb für mich zum Ausgangspunkt des Sonnenuntergangskonzertes. Mit dieser Kraft und Inspiration starten wir in das !SING – DAY OF SONG Wochenende.
Eigentlich sollte jeder Tag DAY OF SONG sein. Es sollte Normalität sein, jeden Tag zu singen und ich hoffe, dass wir diese Botschaft transportieren können – auf das !SING – DAY OF SONG alle zwei Jahre stattfindet!

Welche Musik bietet sich für das Sonnenuntergangskonzert an?
Sehr unterschiedliche: Wir starten mit Arvo Pärt, dann ein Gospel, ein populäres Stück, ein Folk-Song, Musik von Samuel Barber, Benjamin Britten und auch der eigene Körper, z.B. der Atem, wird eine große Rolle spielen. Wir gehen in dem einstündigen Konzert durch ein Programm, das Menschen gerne miteinander singen.

…und welche Verbindung haben die ja eigentlich ganz verschiedenen Stücke miteinander?
Die Verbindung leitet sich vor allem aus den Gegebenheiten im Gasometer ab. Die Akustikdort ist sehr speziell – nicht einfach, aber dafür sehr reizvoll – und dafür braucht es ein ganz bestimmtes Repertoire. Das verbindende Element wird die Ruhe sein. Die Texte der Werke spielen dabei eine untergeordnete Rolle.

Im Gasometer steht aktuell ein 40 Meter hoher Regenwaldbaum. Wird die Skulptur in das Konzert eingebunden?
Der Riesenbaum ist unglaublich! Man kann in ihm verschiedene Bilder sehen. Zum einen steht der Baum für den Sauerstoff, den er produziert. Dadurch, dass ich atme, steht er im übertragenen Sinn auch für meine Bronchien – das ist die Luft. Und der Baumstamm könnte mein Körper sein, mit diesen Riesenwurzeln, die tief in die Erde gehen. So ist dieser Baum eigentlich auch Sinnbild für die Person, die singt.

Darf man schon etwas über „Mutter Erde“ verraten?
Mutter Erde steht für die erste Erfahrung, die ein Kind mit Singen hat. Man hofft, dass jedes Kind eine Mutter hat, die singt. Und wenn es normal läuft und ein Kind auf der Erde angekommen ist, dann sollte das Singen der Mutter immer das Gefühl sein, das Ruhe und Geborgenheit bringt.
Ich habe eine wunderbare Dokumentation gesehen. Sie handelte vom Krieg in Afghanistan: Eine Mutter geht mit ihren Kindern in den Keller, die Bomben fallen, ein fürchterliches Szenario. Und was macht diese Mutter? Sie singt! Mutter Erde ist für mich diese erste Erfahrung mit dem Singen.
Die Sängerin Richetta Manager stellt im Sonnenuntergangskonzert diese Figur dar. Sie tritt auf und fängt an, und sie ist für mich unsere Mutter.

Der für das Sonnenuntergangskonzert gegründete Metropolenchor besteht aus je einem jugendlichen Vertreter der 53 Städte. Welche Funktion hat der Metropolenchor?
Der Metropolenchor ist die Energie von heute. Der Metropolenchor ist die Energie unserer kosmopolitischen Welt. Der Metropolenchor zeigt unterschiedliche Aspekte: Wir sind so verschieden, jede Person hat ihre eigene Authentizität und der Chor ist die Verbindung. Darum ist es wichtig für den Chor, dass jeder seine Authentizität hat auf seine ganz eigene Art und Weise. Das wird man sehen und hören. Das ist die Energie des Ruhrgebiets. Das ist wichtig. Ich hoffe, dass der Chor das Publikum im Konzert und auch danach inspirieren kann. Und dass der Metropolen Chor weiter besteht aus seiner eigenen Energie. Das ist für jeden der 53 Jugendlichen eine Chance.

Der Gasometer ist vielleicht die außergewöhnlichste Konzerthalle Europas und Wahrzeichen von Oberhausen. Welche Möglichkeit bietet die Akustik in dem alten Industriegebäude?
Die Akustik ist wunderbar – aber auch eine Herausforderung. Man kann dort singen, aber man muss es anders machen und gut miteinander kommunizieren, damit eine Einheit entsteht. In diesem Gasometer war einmal Gas und jetzt bringen wir dort Sauerstoff hinein, in kleiner Form von Stimmen. Und das wird sehr gut gehen!

Stört die Bahnlinie, die regelmäßig nach Fahrplan am Gasometer vorbei donnert?
Nein, das ist alles eine Frage der Perspektive…ich bin es gewohnt, dass ich an den Orten, an denen ich Konzerte oder Opern inszeniere, die Geräusche der Umgebung mit aufnehme. Hinterher wird jeder fragen: „Hast Du es inszeniert, dass die Züge vorbei fahren?“ Jedes Mal, wenn der Zug vorbei fährt, ändern wir – das heißt Christian Jeub als der musikalische Leiter des Konzertes und ich – etwas im Konzert, so dass man denken wird, das Zugdonnern gehört zum Konzert dazu.

Das Thema „Singen“ hat Sie ein Leben lang begleitet. Warum ist Singen wichtig?
Für mich war es sehr wichtig. Es war meine Rettung. Ich hatte nämlich ein Handicap: Stottern! Bis zu meinem 15. Lebensjahr konnte ich überhaupt nicht reden. So ist die Bedeutung des Singens für mich sehr groß und geht sehr tief. Aber abgesehen von meinem persönlichen Handicap ist Singen für jede Person eine Rettung.
Es gab diesen bedeutenden katalanischen Cellisten, Komponisten und Philosophen, Pablo Casals (1876-1973). Er hatte den Traum, bei den Vereinten Nationen in New York durchzusetzen, dass alle Politiker und Vertreter dort erst einmal miteinander singen, bevor sie über Krieg, Konflikte und Probleme sprechen. Wie großartig wäre es, wenn die Politiker im Bundestag oder anderen Regierungen und Parlamenten morgens erst gemeinsam singen und erst dann über Gesetze verhandelten?

Was bewirkt Singen?
Man wird sich sehr bewusst über den eigenen Atem: Wir können atmen! Wir haben eigentlich das richtige Atmen verlernt. Es sitzt zu weit oben in der Brust und wenn der Atem nicht gut sitzt, dann verändert er uns. Stress, Burnout und Wutanfälle haben zum Beispiel auch mit einer falschen Atmung zu tun. Wenn man gut atmet, dann ändert man auch sich selbst.

Wie viel Geduld muss man mitbringen, um singen zu lernen?
Vorweg: Jeder Einzelne kann singen. Und wenn ein Gesanglehrer sagt „Du kannst nicht singen“, dann ist das kein guter Gesanglehrer. Man fängt erst sehr positiv an und sucht nach der eigenen, authentischen Stimme. Das ist natürlich eine Sache des Geschmacks. Aber kurz: Ein guter Gesanglehrer sollte immer sehr positiv sein. Es ist wichtig, dass man nach jeder Stunde positiv nach Hause geht und der Lehrer Dich nicht mit einer CD-Aufnahme frustriert. Ich frage mich oft, wie es wäre, wenn wir keine Schallplatten und CDs hätten – ich glaube, dann könnten alle singen. Aber jetzt haben wir diesen furchtbaren Vergleich. Wenn ich meine Schüler, mit denen ich am Konservatorium in Den Haag oder in Amsterdam arbeite, vor ihrem Auftritt frage, was ihnen durch den Kopf geht, dann fragen sie zurück: Kann ich mit der CD Aufnahme, die die Leute zuhause haben, konkurrieren?

Anthony Heidweiller, Sie haben einige Auszeichnungen bekommen, für die Arbeit mit ziemlich harten Jugendlichen aus ungeliebten Randbezirken. Wie kommt das Thema Singen bei den Jugendlichen an?
Gut, sehr gut! Wenn ich mit den Jugendlichen arbeite, geht es nicht nur darum, wie wichtig und wunderbar Singen ist, es geht vor allem auch um ihr Selbstbewusstsein, dass sie selber etwas tun und dabei unterstützt werden. Und es ist nicht schwer, überhaupt nicht schwer. Sie bekommen Komplimente, und wenn sie singen oder tanzen wird Anerkennung wahrgenommen.

Beugen Sie sich dem Musikgeschmack der Jugendlichen?
Nein auf keinen Fall. Sie lernen durch das Projekt die Musik der Klassiker lieben. Ich erkläre ihnen zu Beginn grundsätzlich: Was ist Singen ohne ein Mikrofon? Wo kommt der Gesang her? Und wenn sie es spüren, wenn sie zum ersten Mal ihr eigenes Atmen spüren, dann fangen wir an. Und ich fordere es von jedem einzelnen, es zu spüren ahh…ohh…ach daaa…! Und wir beginnen nicht mit einem klassischen „mimimiiii“ zum Einsingen oder mit kleinteiligen Übungen.

Ist das Singen den Jugendlichen nicht peinlich?
Ich gehe immer von dem aus, was sie kennen: Gähnen und Gröhlen, oder erinnere sie an Dinge, die sie tun, wenn sie fröhlich und entspannt sind. Oder wenn sie betrunken sind oder Sex haben, dann sind sie entspannt und haben die Stimme am richtigen Platz.

An welchen Projekten arbeiten Sie im Moment gerade auch noch?
Aktuell freue ich mich über sehr viele Anfragen von Orchestern und Institutionen, für sie Konzepte zu entwickeln. Konzepte, die über den Gesang eine Verbindung zum Publikum schaffen. Zum Beispiel für den Operntag in Rotterdam, in Reykjavik, mit verschiedenen Chören in Holland, mit Schulen und ich gebe auch selber Konzerte. Gerade sind zwei neue CDs mit mir erschienen, eine zusammen mit einem HipHop-Künstler und mit The Kyteman Orchestra …sehr viele verschiedene Projekte, aber der rote Faden ist immer das Singen!
 

 

 

5. März 2012

Bernhard van Almsick, Foto: Sarah KoskaBernhard van Almsick ist als Bildungsreferent für die inhaltliche Arbeit der Landesmusikakademie NRW verantwortlich. Rund 10.000 Menschen, sowohl Laienmusiker als auch Profis lassen sich dort jährlich, an der Akademie im Münsterland fortbilden. Die Planung der Kurse und das Aufspüren von neuen Impulsen liegen in der Verantwortung von Bernhard van Almsick. Als studierter Kirchenmusiker bildet er sowohl Chorleitern aus und ist nach eigenen Angaben immer auch „Chorleiter aus Leidenschaft“.

Herr van Almsick, in der Reihe !SING Stimme bietet die Landesmusikakademie NRW in Verbindung mit dem ChorVerband NRW am 10. März "Singen ohne Noten - CHORkreativ" an. Ist das modern, populistisch oder innovativ?
van Almsick: … vor allem innovativ! Workshop Leiter Michael Betzner-Brandt stimuliert mit seiner Herangehensweise Sängerinnen und Sänger in einem laufenden Prozess, selbstständig musikalisch aktiv zu werden. Sie werden ermutigt und angeleitet, musikalisch zu agieren und auf musikalische und außermusikalische Impulse zu reagieren. Chorimprovisation war viele Jahre den (semi)professionellen Chören vorbehalten. Mit seiner Methode wendet sich Michael Betzner-Brandt nun an alle Chorsängerinnen und Sänger.

Wofür steht der Referent, Michael Betzner-Brandt?
… für einen kreativen Umgang mit und für Freude an der Chormusik. Er gilt nicht nur bundesweit als ein ziemlich innovativer Kopf. Seit über zehn Jahren begeistert er mit seinem Konzept "CHORkreativ – Singen ohne Noten" im In- und Ausland.
Sollte man nicht doch besser Noten kennen? Wer wird mit dem Programm angesprochen? Laien oder Spezialisten?
van Almsick: Alle Musikinteressierten sind willkommen! Die Teilnehmer sollten in der Lage sein, ein einfaches Motiv, das Ihnen vorgesungen wird, nachzusingen.

...und welche Perspektive verbirgt sich hinter "Singen ohne Noten"?
Es geht hier um ein anderes Erleben von Chormusik. Nicht um das perfektionierte Aufführen von geschriebener Musik, sondern um, wie Michael Betzner-Brandt es selber beschreibt, singen ohne Text und Noten. Es geht nicht um Lieder, die man können oder nicht können kann. Das Ziel ist, dass man spürt, wie schön das Singen ist, wie es vibriert im Körper.

Komplexe Stücke entstehen ohne Noten, gearbeitet wird mit Absprachen über Stimmverteilung, außermusikalischen Vorstellungen, Handzeichen, etc…heißt es in der Ankündigung. Hat das einen musikalischen Stellenwert?
Hier geht es nicht um einen musikalischen Stellenwert, sondern um die Frage, wie Menschen an Musik herangeführt werden und wie sie Musik erleben. Die Berliner Morgenpost formulierte dazu: "'Ja, wir haben einen Klang', jubiliert Betzner-Brandt, der auch an diesem Vormittag seinem Ruf als einer der kreativsten Köpfe der deutschen Chorszene alle Ehre macht.’Ich wundere mich immer wieder, dass es funktioniert.' Es funktioniert vor allem deshalb, weil es Spaß macht. Die sensiblen Stimmen haben inzwischen jegliche Schüchternheit abgelegt und singen lauthals: 'Heute tanzt mein Ohrwurm beim Ich-kann-nicht-singen-Chor rum'. Und so absurd es klingt: Es klingt gut."

Bobby McFerrin hat 1997 das erste Album mit Circle-Songs herausgebracht. Ist er ein Vorreiter?
Komponisten haben immer schon improvisatorische Elemente in ihre Chormusik eingebaut. Ich denke zum Beispiel an Knut Nystedt, Terry Riley, Christian Wollf und Jonathan Harvey – oder eben auch die Jazzmusik. Bobby McFerrin’s Circle-Songs sprachen mit ihrer Methodik und Stilistik neue und andere Zielgruppen an.

Aus Ihrer Erfahrung: Wie würden Sie die Wirkung des gemeinsamen Singens beschreiben? Wie wirkt Singen auf den Einzelnen, auf die Gemeinschaft bzw. den Chor und auf die Umwelt?
Auch wenn das Zitat aus Johann Gottfried Seumes Gedicht viel benutzt ist:
„Wo man singet, lass dich ruhig nieder, Ohne Furcht, was man im Lande glaubt; Wo man singet, wird kein Mensch beraubt; Bösewichter haben keine Lieder.“
Auch in unserer täglichen Arbeit an der Landesmusikakademie NRW erleben wir, dass musizierende Menschen gut und respektvoll miteinander umgehen. Das gemeinsame Singen verstärkt das Erleben darin, dass erst in der Gemeinschaft und durch das gemeinsame Tun Dinge entstehen, zu denen man allein nicht in der Lage ist. Musik und Singen im Speziellen berührt den Menschen direkt und emotional. Das schafft Verbindungen und Bewusstsein für sich und seine Umgebung.

Die Landesmusikakademie NRW kooperiert zum ersten Mal mit !SING – DAY OF SONG. Mit welcher Motivation sind Sie dabei?
Ein Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit der Landesmusikakademie NRW ist der Vokalbereich mit seinen Fortbildungen und Lehrgängen für Sänger/innen und Chorleiter/innen. Von daher ist es fast schon selbstverständlich, uns hier zu positionieren und aktiv dabei zu sein – wie auch der Chorverband NRW, der auch Kooperationspartner von !SING – DAY OF SONG ist.

Wie gefällt Ihnen das Gesamtprojekt?
Dieses Projekt schafft eine neue und positive Öffentlichkeit für das Singen und speziell für das Singen im Chor. In manchen Orten müssen sich Chöre Gedanken über ihre Zukunft machen, weil sie keinen Nachwuchs gewinnen können. Bei !SING – DAY OF SONG wird sichtbar, wie begeisterungsfähig das Chorsingen ist und wie viele Menschen sich dafür interessieren.

Was bedeutet Singen für Sie persönlich? Haben Sie ein Lieblingslied oder einen Dauerohrwurm?
Ich bin Chorleiter aus Leidenschaft. In meiner Arbeit fasziniert mich das Entstehen und Wachsen, der kreative Prozess von der Idee zur Kunst: Analyse, Interpretation und Intervention die dazu führen, mit Menschen aus Tönen und Klängen Musik entstehen zu lassen. Gerade in dieser Jahreszeit ist für mich Bach’s Matthäuspassion eines der zentralen Werke. Aber nach jeder Chorprobe gehe ich mit einem anderen Ohrwurm nach Hause. Gestern nach der Männerchorprobe war es zum Beispiel eine wunderschöne Vertonung von „Nun wollen wir singen das Abendlied“ von Meik Kraft, einem Studierenden am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Einige der dortigen Studierenden haben für den Stadtlohner Männerchor Lieder aus der Mundorgel arrangiert. Diese werden wir szenisch im März auf die Bühne bringen.

 

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Februar 2012                 
Professor Werner Schepp (Foto: privat)Prof. Werner Schepp ist seit 2007 der erste Professor für Singen mit Kindern an der Folkwang Universität der Künste. Er initiierte 2010 den ersten Studientag "Singen mit Kindern", der 2012 zum dritten Mal stattfand und sich auch dieses Jahr wieder so großer Resonanz erfreute, dass noch weitere Workshops angeboten werden.
Lesen Sie hier alle Fragen und Antworten.

!SING - DAY OF SONG 2. JUNI 2012